Salutogenese

Salutogenese

 

In meiner Arbeit als Ärztin und Beraterin habe ich schon immer "instinktiv" mit einer Haltung gearbeitet, die stark an die gesunden Anteile, die vorhandenen Kraftquellen, Ressourcen, Kompetenzen, Stärken anknüpft, aus dem Wissen heraus, dass jedem Menschen ein großes Selbstheilungspotential gegeben ist.

 

Ich freue mich, dass ich dieses intuitive Wissen in meiner Ausbildung in Salutogenese und zur zertifizierten SalKom®-Beraterin und TSF-Trainerin vertiefen und meine Kenntnisse, Methoden und Fähigkeiten auf ein Vielfaches erweitern konnte.

 

 


Ab Herbst 2020 werde ich in Hamburg über die gesetzlichen Krankenkassen geförderte Trainings-Kurse zur Stressregulationsfähigkeit (TSF) anbieten. Diese basieren auf dem salutogenetischen Ansatz.


Was ist denn Salutogenese?

 

Der etwas fremd und umständlich klingende Begriff "Salutogenese" bedeutet „Lehre von der Gesundheit“ und beruht auf einem Konzept des Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923–1994). Er setzt sich zusammen aus den lateinischen Worten salus (= Gesundheit, Wohlbefinden, Glück) und genese (= Entstehung). Im Gegensatz zur klassischen Schulmedizin, die sich dafür interessiert, wie Krankheit entsteht, fragt die Salutogenese genau umgekehrt:

 

Warum bleiben Menschen gesund?

Wie gelingt es ihnen, sich von Krankheit zu erholen?

Wie wird ein Mensch mehr gesund und weniger krank?

 

Salutogenese erforscht, wie Gesundheit entsteht und erhalten bleibt. „Gesundheit“ wird dabei nicht als statischer Zustand, sondern als dynamischer Prozess verstanden. Es gibt nie nur „Krankheit“ oder „Gesundheit“, wir bewegen uns immer zwischen diesen beiden Polen. Dabei treten mal die kranken, mal die gesunden Anteile in den Vordergrund. Gleichzeitig betrachtet die Salutogenese den Menschen immer in seinem gesamten Lebenskontext, aus dem Wissen, dass auch dieser immer bestimmend ist für die Gesundheit.

Die Salutogenese geht davon aus, dass das menschliche System zu gesunder Selbstregulation strebt, d.h. sich von sich aus eigentlich immer in die Richtung von Stimmigkeit, körperlichem, emotionalem und geistigem Wohlbefinden bewegen möchte. Dieses kann man unterstützen und therapeutisch nutzen (s.u.).


Wie funktioniert die salutogenetisch orientierte Kommunikation SalKom®?

 

Die SalKom® -Methode wurde von dem Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren Theodor Dierck Petzold (*1948) als sehr effektives praktisches Verfahren geschaffen und seither über viele Jahrzehnte von ihm kontinuierlich weiterentwickelt. SalKom® setzt die Salutogenese in ein vierschrittiges praktisches Verfahren mit festgelegten Techniken um.

 

In einem dialogischem Gespräch wird zunächst gemeinsam darauf geblickt, welche Krankheiten, Unstimmigkeiten und Stressfaktoren es derzeit in Ihrem Leben gibt und wie Sie bislang damit umgehen.

Sie lernen dann, Ihre persönlichen Ressourcen, Stärken und Fähigkeiten in unterschiedlichen Lebensbereichen (z.B. Familie, Arbeit) besser wahrzunehmen, sowie diese zu fördern und auszubauen.

Anschließend werden Sie dabei unterstützt, Ihre eigenen attraktiven Gesundheitsziele zu formulieren und herauszufinden, wie Sie sich diesen annähern können und zu Ihrer eigenen Stimmigkeit kommen.

 

So lernen Sie Schritt für Schritt, wie Sie selbst mehr zu Ihrem eigenen Wohlbefinden, Ihrer Lebensfreude und Kreativität aktiv beitragen können – auch in einer Krisensituation, wie etwa bei einer Erkrankung.